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Parkinson-Tag KAISERSLAUTERN. Halle vollbesetzt, Programm hervorragend, Publikum begeistert. So könnte man mit wenigen Worten den Verlauf des „Parkinson-Tages 2007“ am Samstag, den 27. Oktober 2007 in der Burgherrenhalle in Kaiserslautern umschreiben.

Ausrichter des Parkinson-Tages 2007 in Kaiserslautern waren die Parkinson Selbsthilfegruppen: Regionalgruppe Kaiserslautern (Gruppenleitung Peter & Brigitte Witte) und der Club U40 Pfalz-Junge Parkinsonkranke (Gruppenleitung Wilfried Scholl & Ria Gerike). Die Schirmherrin des Parkinson-Tages 2007 in Kaiserslautern wurde von der rheinlandpfälzischen Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, Malu Dreyer - übernommen.

Da erfahrungsgemäß am 11. April dem Welt-Parkinson-Tag weltweit Veranstaltungen zum Thema Parkinson stattfinden und somit viele Referenten während dieser Zeit ausgebucht sind, fand der Parkinson-Tag in Kaiserslautern in der zweiten Jahreshälfte statt. An einem Samstag deshalb, um auch den berufstätigen und jüngeren Parkinson-Patienten sowie deren Angehörigen die Möglichkeit zur Information zu geben.

Was vor über einem Jahr aus einer Idee begann, entwickelte sich nun zu einer Großveranstaltung.

Parkinson - was ist das? Wie lässt sich die Krankheit feststellen? Wie lässt sie sich behandeln? Welche Therapiemaßnahmen gibt es? Mit welchen Problemen müssen Patienten rechnen? Welche Möglichkeiten der Selbsthilfe bestehen? Mit diesen und anderen Fragen setzte sich der Parkinson-Tag auseinander. Das ganztägige Veranstaltungsprogramm bot ein breit gefächertes Informationsangebot mit Vorträgen bekannter Fachleute aus dem Bereich der Neuromedizin, Diskussionsrunden und Fachausstellungen. Zwischen 9 Uhr und 17 Uhr erwartete die Besucher unter anderem umfassende Informationen über Erscheinungsformen der Erkrankung, über diagnostische Verfahren und derzeitige Behandlungsmöglichkeiten.

Die annähernd 650 Besucher, die der Einladung folgten kamen aus einem Umkreis von 150 km nach Kaiserslautern. Einige nahmen sogar eine Wegstrecke von bis zu 300 km auf sich, um die Veranstaltung zu besuchen.
Es „dürfte damit wohl in und weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus der größte Parkinson-Informationstag gewesen sein“, zeigten sich die beiden Gruppenleiter Peter Witte und Wilfried Scholl überzeugt. Die beiden Vertreter der Deutschen Parkinson Vereinigung, Witte (Regionalgruppe Kaiserslautern) und Scholl (Club U40 Pfalz) ergänzten weiter, „dass es selbst deutschlandweit nur wenige Parkinson-Infotage gäbe, die auf so großes Interesse stoßen“.

Zum Auftakt der Veranstaltung überbrachte Herr Dr. Gaß, stellvertretend für die Ministerin die Grüsse der Landesregierung. Landrat Rolf Künne für den Landkreis Kaiserslautern und Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel schlossen sich mit ihren Grußworten an. Alle betonten übereinstimmend in ihren Begrüßungen, wie wichtig Selbsthilfegruppen sind und welchen Nutzen Patienten und Angehörige aus derartigen Informationsveranstaltungen ziehen können.
Für die Deutsche Parkinson Vereinigung (dPV) hatte Herr RA F.-W. Mehrhoff, Geschäftsführer des Bundesverbandes, Neuss, Grüsse und Wünsche überbracht – Herr RA F.-W. Mehrhoff

Das Vortragsprogramm des Parkinson-Tages 2007 in Kaiserslautern erstreckte sich von den frühen Zeichen und den differentialdiagnostischen Aspekten der Krankheit über atypische Parkinson-Syndrome, Sexuellen Problemen bei Parkinson, Nebenwirkungen von Medikamenten, Einschlafattacken – Parkinson und Autofahren (Verkehrsrecht), Theorie und Praxis der aktuellen Therapiemaßnahmen (z.B. Physiotherapie) bis zu Depressionen und Demenz bei Morbus Parkinson.
Völlig neu war, dass die Veranstalter die Möglichkeit boten, die Referenten
in einem "Vieraugengespräch" zu kontaktieren und somit eigene, ganz persönliche Probleme zu besprechen. Dieses Angebot wurde stark genutzt.

Neben der Fachinformationen über den aktuellen medizinischen Kenntnisstand war es ein Anliegen der Selbsthilfegruppen die Bevölkerung zu informieren und Vorurteile abzubauen – DENN oftmals herrscht ein vollkommen falsches Bild von Parkinson in den Köpfen der Menschen vor.

An 22 Informationsständen waren pharmazeutische Unternehmen, Neurologische Fachkliniken und Aussteller von Hilfsmittel (Aufstehhilfen, Dusch-WC, u.a.) sowie Versicherer (z.B. Deutsche Rentenversicherung) vertreten und erweiterten somit die Möglichkeiten des Dialogs mit den Besuchern.
Am Infostand der beiden Selbsthilfegruppen wurden selbst gemalte Bilder sowie selbst gefertigte Bastel- und Handarbeiten ausgestellt und verkauft. Auch eine Glücksrad-Tombola wurde durchgeführt.
Das Polizeipräsidium Westpfalz (Kaiserslautern) in Zusammenarbeit mit der Landespolizeischule stand den ganzen Tag mit einem Fahrsimulator zur Verfügung. Hierbei konnte das Fahrverhalten des Einzelnen getestet werden.

Das Programm des Parkinson-Tages in Kaiserslautern im Überblick:

09:00 Uhr: Einlass und Information an den Präsentationsständen
10:00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
10:10 Uhr: Grußworte Schirmherrin, Landrat und Oberbürgermeister
10:30 Uhr: Frühe Zeichen u. differentialdiagnostische Aspekte
(Prof. Dr. R. Thümler)
11:15 Uhr: Atypische Parkinson-Syndrome (Prof. Dr. J. Jörg)
12:00 Uhr: Sexuelle Probleme bei Parkinson (Dipl. Psych. R. Annecke)
12:45 Uhr: Pause
13:45 Uhr: Nebenwirkungen von Medikamenten (Dr. F.A. Fornadi)
14:30 Uhr: Parkinson u. Autofahren, Einschlafattaken – Verkehrsrecht
(Dipl. Psych. W. Kaiser & FA H. Schneider)
15:30 Uhr: Theorie & Praxis aktueller Therapiemaßnahmen
(Prof. Dr. W. Jost & Physiotherapeutin G. Sokoluk)
16:15 Uhr: Depressionen & Demenz bei MP (Dr. I. Schütze)

Weitere Informationen zu den beiden Selbsthilfegruppen erfahren Sie:

PARKINSON Regionalgruppe, Selbsthilfegruppe Kaiserslautern,
Peter und Brigitte Witte,
Davenportplatz 3, 67663 Kaiserslautern,
Tel.: 0631-14079 (3726696), Fax 0631-3111923
Email: pwitte1329@aol.com
www.parkinson-selbsthilfe-kaiserslautern.de

Club U40 Pfalz - Junge Parkinsonkranke
Wilfried Scholl und Ria Gerike,
Am Kumb 36, 67731 Otterbach,
Tel.: 06301-31759 (795873) und 0151-18361666, Fax 06301-795822
Email: parkisu40pfalz@aol.com
www.parkinson-club-u40-pfalz.de

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